Mal wieder fürs Konto bechern
Frühling. Endlich. Endlich Frühling. Endlich wieder, wieder, ja, wieder im Grase liegen. Zwischen diesen weißen Blümchen. Und den gelben. Und Hundekacke. Überall. Zwischen diesen weißen Blümchen. Und den Gelben. Eigentlich mehr Kacke als gelbe Blümchen. Auch mehr als weiße. Egal. Denn es ist Frühling. Endlich. Wärme und Triebe. 11 Grad Celsius. Also mehr Triebe als Wärme. Egal. Denn es ist Frühling. Die beste Zeit, um mal wieder Samen zu spenden. Maikatzen sind doch auch die Kräftigsten. Und überhaupt, seitdem ich nicht mehr rauche, immer eine Hand, die nicht weiß wohin. Und überhaupt, immer mit der eigenen Frau: Perlen vor die Säue. Stets die Pille davor. Und die Pille danach. Und zwischendurch hält sie die Luft an. Als wolle sie alles im Keime ersticken. Dann doch lieber spenden. Den Samen. Geld habe ich nur einmal gespendet. Für die Kirche. “Gott vergelt‘s“, hat die Schwester gesagt. Grippe habe ich gekriegt. 3 Wochen flachgelegen. Auch Blut, Blut habe ich auch schon gespendet. Da habe ich ebenso flachgelegen. Komisch. Ist mir beim Samenspenden noch nie passiert. Komisch. Komisch war’s auch beim ersten Mal. Eine Kabine. Ein Haken an der Wand. Wahrscheinlich für die Hose. Ein Tisch. Darauf ein Plastikbecher und ein “Playboy“. Und ein Brieföffner. Um die Seiten auseinander zu kriegen. Brauchte ich aber nicht. Hatte nämlich “Ein Herz für Tiere“ dabei. Und zum Glück hat die Hand nie Migräne. “Bisschen wenig!”, hat die Dame in Weiß gesagt. “Nein, nein”, habe ich erwidert, “das ist nur der Rest, der nicht in den Wischeimer passte”. Und der Arzt meinte, er müsse erst mal die Qualität prüfen, beugte sich über ein Mikroskop und grummelte: “Naja, ziemlich lahm, die Bande”. “Na hören sie mal”, konterte ich, “versuchen Sie mal, nur mit dem Schwanz zu schwimmen!” Trotzdem 100 Euro kassiert. Handwerk hat eben goldenen Boden. Von wegen: Arbeitslos und nur dem Steuerzahler auf der Tasche sitzen. Ich nehme mein Glück in die eigene Hand! Von wegen: Blöder Wichser! 100 Euro! Kriege ich von meiner Frau nie. Rumgemäkelt hat sie! Das fehle noch, hat sie gesagt, dass mein schlechter Charakter deutschlandweit wurzelt. Purer Neid, denke ich. Dabei, sie könnte doch auch mal spenden. Eizellen zum Beispiel. Schmale Hände hat sie ja. Aber nein, nur auf der Wiese rumlungern. Zwischen diesen weißen Blümchen. Und den gelben. Und Hundekacke. Überall.
05. April 2007 um 20:57
Zum Thema “Hundekacke” bin ich auf löbliches Engagement gestoßen: http://www.hundefeind.de
05. April 2007 um 22:16
Dazu fällt mir ein kurzes Schauspiel ein, zum Thema Hundekacke. Das Thema Spende kommt weiter unten.
Hauptdarsteller: ich, meine Kamera und ihr Stativ.
Titel: Das Grundstück bleibt sauber!
Tatort: Eigenheimseidlung mit Eigenheimen auf der einen, Wiese auf der anderen Straßenseite.
Das Vorhaben, nur mal ein paar Nachtaufnahmen vom Stahlwerk zu machen, sollte von unvorhersehbaren Geschehnissen begleitet werden. Nasse Wiese, feuchtes Wetter. Nach dem dritte Gang zum Auto , um ein jeweils anderes Objektiv zu holen, waren die Aufnahmen fertig. Alles verpackt, ins Auto gelegt, Tür zu.
Ein Schritt zurück, merke ich den etwas weicheren Untergrund unter dem rechten Fuß.
Erste Diagnose: Schlamm.
Fuß im nassen Gras mit streifenden Bewegungen gereinigt.
Die Sichtkontrolle zeigt eine saubere Sohle an. Also alles im grünen (braunen PVC-Sohlen-) Bereich.
Der Anlasser schnurbst, Motor läuft, jetzt gehts heim.
Mit Einsetzen der Heizung nach gut 2 Kilometern folgt die:
Zweite Diagnose: Es stinkt.
Und zwar eindringlich nach Pedigree-Pups. Ein unverwechselbarer Duft – verstärkt durch die steigende Leistung der Heizung – der auch nach deren Abschalten und durch Öffnen aller verfügbaren Fenster nicht nachläßt.
Da werden Gedanke an das Gedicht von Fontane wach, in dem es heißt:
“und noch 15 Minuten bis Buffalo”. Und ebenso sind es noch 15 Minuten bis zur nächsten Tankestelle und ihrem dazugehörigen Hochdruckreiniger. Die Gedanken kreisen immer noch um die Tatsache des sauberen Schuhs. Ratlosigkeit macht sich im Auto breit; das Gaspedal befindet sich bereits in seiner senkrechtesten Stellung.
Endlich. Tankstelle erreicht, 50 Cent in den Kärcher eingeworfen, Fuß angehoben. Erlösung!
Nur war es nicht der rechte Schuh, der die maßgeblichen Mengen an verdautem Hundefutter aufwies, sondern der linke. Aufgrund der erheblichen Kontamination mußte das Kupplungspedal entsorgt werden.
Die Schuhe haben sich erholt.
Damit sowas nicht wieder vorkommt, fahre ich jetzt Automatik.
Achso, nochwas zum Thema Spende:
Blutspende fällt für mich nun ganz und gar aus. Wenn ich schon teuer für Alkohol bezahlen muß, soll doch nicht das ganze Rote Kreuz Partys feiern, wenn ich mal ausnahmsweise zur Blutspende gegangen bin! Das Geld, was ich dafür kriege, reicht doch nicht mal für einen Kasten Bier, um die neuen Blutkörperchen wieder an den Promillepegel gewöhnen zu können! Vielleicht gerade mal für die Mehrwertsteuer. Und selbst das ist nicht sicher. Wenn sie noch bei 16% läge. Also lassen wir´s.
Die Idee mit der Samenspende ist allerdings nicht ganz schlecht.
Sein Geld in Samen anlegen, clevere Sache! Also gehe ich zur Samenspende, investiere eine Tasse Sperma und kriege 100 europäische Dollar. Na das ist doch was! (Situationsbezogene Euphorie) Jetzt stellt sich nur noch die Frage, was mit den kleinen schwänzelnden Dingerchen passiert. Sagt die Schwester, die kommen zur Samenbank. Bis heute hab ich keine Antwort bekommen, zu welchem Prozentsatz ich die Zinsen ausbezahlt bekomme.
Samenbank ist auch Scheiße!
Meinen Organspenderausweis hab ich verbrannt und zur Sicherheit das Motorrad verkauft. So!
Gruß vom Nöler.
06. April 2007 um 8:41
@ Bobby
Danke. Schon verlinkt.
@ Nöler
Mann, sag nur, Du hast noch keinen eigenen Blog?! Würde sich bei deinem Output aber echt lohnen.
06. April 2007 um 18:43
Sie ist wahr, die erschreckende Tatsache: ich habe keinen eigenen Blog! Aber täusch Dich da mal nicht, der Output ist nicht so kontinuierlich, daß er für einen erfolgreichen Blogbetrieb (bei der Reichsbahn hieß das Blockbetrieb, naja egal) ausreichen würde. So ein paar sporadisch hervortröpfelnde Worte aller paar Tage würden keinen so recht vom Sitzmöbel katapultieren. Und dann ist ja noch die Pflege des Blogs. Dazu habe ich relativ wenig Zeit, die Arbeit frißt unaufhörlich an der geistigen Leistungsfähigkeit. Nebenbei geht noch die Fotografie einher, mit der ich auch wieder intensiv in einem Forum vertreten bin. Na aber trotzdem, die Idee des eigenen Blog ist nicht schlecht, die werd ich mir mal durch den Kopf gehen lassen! Aber abgesehen davon, es macht mir wirklich Spaß, Deine Texte zu lesen und bisweilen mal eine Antwort dazu zu schreiben.
Was ich damit sagen will, ist, ich bin ein Freund der Satire. Und freue mich, ab und zu mal bei Dir zu grunzen zu können!
PS: Fiel mir gerade ein: 1997 bin ich umgezogen. Die Firma, die den Umzug gefahren hat, setzte auch zwei Albaner ein. Jetzt will ich nicht irgendjemanden über einen Kamm scheren, aber seitdem ist meine Sammlung von -zig Heften der Eule (40 Pf.) aus DDR-Zeiten spurlos verschwunden. Zum Heulen.
In diesem Sinne,
Gruß vom Nöler.
06. April 2007 um 18:47
Ha! DIE hätte ich Dir auch geklaut! (Ohne die Albaner verdächtigen zu wollen: Da unten haben sie ja sonst nicht viel zu lachen!)
07. April 2007 um 2:23
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11. November 2007 um 11:54
[...] zur Pflege überlassen, dieser Ficus benjamina brühwarm beim nachbarlichen Gummibaum über meine sexuellen Vorlieben schwadroniert. Auch wenn ein Ficus allein vom Namen her dafür prädestiniert scheint. Denn auch [...]
29. März 2008 um 20:12
[...] denke, dass Geschichten schreiben allemal besser ist, als Geschichte zu schreiben, da die Personen, die Geschichte geschrieben haben, [...]
25. Oktober 2008 um 8:35
[...] noch ein Text mit [...]