No Problem
Es erregt mich nicht im Geringsten, dass in diesem Jahr Christi Himmelfahrt auf den 1.Mai, oder auch der 1.Mai auf Christi Himmelfahrt fällt, wenn auch die Volksseele darüber kocht, man bringe die Arbeitnehmerschaft doch nur um einen weiteren Feiertag, denn schließlich ist mein Rücken ja eh’ schon vom Arbeiten krumm, da fallen ein paar weitere Tausendstel Bogensekunden Rückgratserpentine sicherlich nur unmerklich ins Gewicht.
Es erregt mich nicht im Geringsten, dass, was man einen Vatertag nennt, da wird gebraut und abgefüllt, erst das Bier, dann die Familienoberhäupter der Nation. Mit Bollerwagen und Billigbräu ins Grüne, armselige, schwankende Gestalten, wie Kriegsflüchtlinge, nur die Wunden: nicht von MG und Flak geschlagen, sondern vom sturzbesoffenen Kumpan. Da und dort bleibt verkrustetes Blut, Mütter orientieren sich daran, und auch am Erbrochenem, um den Stolz der Familie vorm Sonnenuntergang von der Strasse zu lesen.
Es erregt mich nicht im Geringsten, dass ich diesen Tag mit Fenster streichen verbringen werde, denn warum auch bis zur Besinnungslosigkeit besaufen, wo doch, wie die Erfahrungen mich stets peinvoll lehrten, wieder zu Sinnen kommen auch nicht unbedingt das reinste Zuckerschlecken ist.
30. April 2008 um 19:41
“Mit Bollerwagen und Billigbräu ins Grüne, armselige, schwankende Gestalten, wie Kriegsflüchtlinge, nur die Wunden: nicht von MG und Flak geschlagen,…”
Ich finde es unverantwortlich wie Du über Piloten von BilligAirlines redest !!
ChristiHimmelfahrt war jawohl die GeburtsStunde von diesen Airlines gewesen.
30. April 2008 um 19:49
Ja, Verantwortung ist nicht unbedingt mein zweiter Name …
30. April 2008 um 23:49
Heißt “Christi Himmelfahrt” eigentlich nur im Osten “Herrentag”. Wenn ja, spräche das Bände.
Grüße aus der Magdeburger Börde
30. April 2008 um 23:49
Im ersten Satz fehlt das Fragezeichen. Liefere ich hiermit nach. ?
01. Mai 2008 um 8:26
Ja, “Damenwahl” gefällt mir auch fiel besser. Auch wenn ich erfahrungsgemäß nicht immer gut abschneide dabei.
01. Mai 2008 um 12:35
Der letzte Satz ist ein Oxymoron. Einen frohen Vatertag dennoch und viel Vergnügen beim Streichen!
01. Mai 2008 um 12:46
“Oxymoron” musste ich googlen. Puh! Dachte schon, es wäre was Verbotenes!
01. Mai 2008 um 15:53
ich habe Oxymoron gerade mal bei Wikipedia gefunden. Bin aber auch nicht schlauer geworden
01. Mai 2008 um 16:02
Laut Meyers Lexikon: “eine rhetorische Figur: widersprüchliche Verbindung von Gegensätzen in einer Äußerung, um eine nachhaltige stilistische Wirkung zu erreichen, z. B. »beredtes Schweigen«”
Gefunden habe ich es allerdings auch nicht …
01. Mai 2008 um 20:33
Ich hab’s auch nicht gefunden, laßt uns den ‘Club der Nichtfinder’ gründen.
01. Mai 2008 um 20:47
Aber nur, wenn’s keine Clubgebühr kostet!