Die Moritat vom erschlafften Sparstrumpf

Hörst Du, wie der Schlachter heuchelt,

während er dein Sparschwein meuchelt:

DEIN Speck, der wäre sicher.

Und während er die Sau zerteilt

und mit Speck und Fleisch enteilt,

bleibt Dir nur sein Gekicher.

 

Doch an dem Garaus von dem Schwein,

trägt Schuld der Metzger nicht allein:

WIR geilten mit der Mode.

Und stand im Stall auch hoch der Mist,

wir haben blind die Sau geküsst.

Und fickten sie zu Tode.

11 Antworten zu “Die Moritat vom erschlafften Sparstrumpf”

  1. Mike sagt:

    aha, das ist also deine Interpretierung der Banken Krise.
    Herrlich Bestialisch.
    greetz Mike

  2. Mo sagt:

    Jede tote Sau ist doch Nahrung für das Kolumnistenschwein,
    wie Deine obige Gesangseinlage ja eindrucksvoll zeigt.

  3. Kolumnistenschwein sagt:

    @Mo
    Kolumnistenschweine sind halt Allesfresser.

  4. Paul Laub sagt:

    Irgendwie scheint das mit dem Trackback nicht zu funzen…
    dann vielleicht so?

    Antwort auf “Die Moritat vom erschlafften Sparstrumpf”…

    In dunkler Gassen ahnungsvoller Enge
    entfächern Fakten Bündel matten Lichts.
    Wo noch zuletzt ein lärmendes Gemenge,
    ist nunmehr vollends wesenloses Nichts.

    Der Wahn zerschleißt aspikne Herbstidyllen…
    Ach! Knüpft das Lügenpack an einen Baum!
    Dass fremde Gelder leere Kassen füllen –
    Ein dreister Traum!

  5. Kolumnistenschwein sagt:

    Bei mir eine Prise Brecht. Bei Dir mehr Rilke bzw. Brentano. Hauptsache, es salzt die Wunden!

  6. D. Petereit sagt:

    Zwei Finger nach oben, das Grinsen breit
    So hat er Gelder verschoben, s´war ne geile Zeit.
    Muss er nun auch verzichten, auf´s Amt und auf´s Geld
    gehn ihm nicht aus die Lichter, die Kohle liegt längst woanders auf der Welt.

    Nicht eben elegant, dafür wahr…

  7. spill sagt:

    “aspikne Herbstidyllen” wat geil !!!!

    Wer einen Cent
    in’s Schwein gedroschen
    (es wird dann ziemlich fett)

    der hat ja auch den Kot gerochen
    (also so Schweinekot)
    am Strumpf im Schweinebett
    (in Socken eingepackt, unter’m Kopfkissen)

    oh ‘reim dich Reim
    mach DowJones gut
    und auch den Dax ,den Plöden

    denn jeder derwo Aktien kauft
    der kauft ja perse Föten
    die wachsen ja das hofft man doch
    weil Föten kann man töten
    (also wenn’se sich voraussichtlich nicht so entwickeln wie gewünscht)

    Also wer aktioniert der schaut auch heimlich “Wetten Das ?”

  8. Kolumnistenschwein sagt:

    @D.Petereit

    “Nicht eben elegant, dafür wahr…”

    Umgedreht wäre es uns allen wohl lieber.

  9. nomadyss sagt:

    Neulich nachts, da träumt ich schwer
    die Bank, die Sau, die gäbs nicht mehr
    geschlachtet von ihr eigen Kind
    Lief die Straße rauf geschwind

    Wo gestern noch die Bank tresort
    hat man schon ein fettes Loch gebohrt
    überm Grill dreht sich das angestochne Schwein
    kann das mein Girokonto sein?

    dicke Männer stehn reihum
    blicken triefend, schwätzen dumm
    keiner wills gewesen sein
    das fette aufgeblasne Schwein

    hol mir mein Geld bevor’s nichts wert
    neuer Kühlschrank, neuer Herd
    ne Solaranlage auf das Dach
    und der Bildschirm wird jetzt flach

    ne nackte Dame auf dem Tisch
    ein Kasten Bier, es riecht nach Fisch:
    geht die Finanzwelt unter
    ich hol mir trotzdem einen runter

  10. Auf der Schlachtbank « KAFFEEWEIBER sagt:

    [...] ne nackte Dame auf dem Tisch ein Kasten Bier, es riecht nach Fisch: geht die Finanzwelt unter ich hol mir trotzdem einen runter Mein Dank gilt dem Kolumnistenschwein: Die Moritat vom erschlafften Sparstrumpf [...]

  11. Hans sagt:

    Dass ich das noch erleben darf. Jetzt weiß ich: Schiller, Goethe, Heine und Rilke sind nicht umsonst gestorben. (schluchz)

    MfG
    Hans