Die Moritat vom erschlafften Sparstrumpf
Hörst Du, wie der Schlachter heuchelt,
während er dein Sparschwein meuchelt:
DEIN Speck, der wäre sicher.
Und während er die Sau zerteilt
und mit Speck und Fleisch enteilt,
bleibt Dir nur sein Gekicher.
Doch an dem Garaus von dem Schwein,
trägt Schuld der Metzger nicht allein:
WIR geilten mit der Mode.
Und stand im Stall auch hoch der Mist,
wir haben blind die Sau geküsst.
Und fickten sie zu Tode.
06. Oktober 2008 um 23:16
aha, das ist also deine Interpretierung der Banken Krise.
Herrlich Bestialisch.
greetz Mike
07. Oktober 2008 um 16:48
Jede tote Sau ist doch Nahrung für das Kolumnistenschwein,
wie Deine obige Gesangseinlage ja eindrucksvoll zeigt.
07. Oktober 2008 um 17:02
@Mo
Kolumnistenschweine sind halt Allesfresser.
07. Oktober 2008 um 17:11
Irgendwie scheint das mit dem Trackback nicht zu funzen…
dann vielleicht so?
Antwort auf “Die Moritat vom erschlafften Sparstrumpf”…
In dunkler Gassen ahnungsvoller Enge
entfächern Fakten Bündel matten Lichts.
Wo noch zuletzt ein lärmendes Gemenge,
ist nunmehr vollends wesenloses Nichts.
Der Wahn zerschleißt aspikne Herbstidyllen…
Ach! Knüpft das Lügenpack an einen Baum!
Dass fremde Gelder leere Kassen füllen –
Ein dreister Traum!
07. Oktober 2008 um 18:02
Bei mir eine Prise Brecht. Bei Dir mehr Rilke bzw. Brentano. Hauptsache, es salzt die Wunden!
07. Oktober 2008 um 20:08
Zwei Finger nach oben, das Grinsen breit
So hat er Gelder verschoben, s´war ne geile Zeit.
Muss er nun auch verzichten, auf´s Amt und auf´s Geld
gehn ihm nicht aus die Lichter, die Kohle liegt längst woanders auf der Welt.
Nicht eben elegant, dafür wahr…
08. Oktober 2008 um 11:39
“aspikne Herbstidyllen” wat geil !!!!
Wer einen Cent
in’s Schwein gedroschen
(es wird dann ziemlich fett)
der hat ja auch den Kot gerochen
(also so Schweinekot)
am Strumpf im Schweinebett
(in Socken eingepackt, unter’m Kopfkissen)
oh ‘reim dich Reim
mach DowJones gut
und auch den Dax ,den Plöden
denn jeder derwo Aktien kauft
der kauft ja perse Föten
die wachsen ja das hofft man doch
weil Föten kann man töten
(also wenn’se sich voraussichtlich nicht so entwickeln wie gewünscht)
Also wer aktioniert der schaut auch heimlich “Wetten Das ?”
08. Oktober 2008 um 15:50
@D.Petereit
“Nicht eben elegant, dafür wahr…”
Umgedreht wäre es uns allen wohl lieber.
09. Oktober 2008 um 15:00
Neulich nachts, da träumt ich schwer
die Bank, die Sau, die gäbs nicht mehr
geschlachtet von ihr eigen Kind
Lief die Straße rauf geschwind
Wo gestern noch die Bank tresort
hat man schon ein fettes Loch gebohrt
überm Grill dreht sich das angestochne Schwein
kann das mein Girokonto sein?
dicke Männer stehn reihum
blicken triefend, schwätzen dumm
keiner wills gewesen sein
das fette aufgeblasne Schwein
hol mir mein Geld bevor’s nichts wert
neuer Kühlschrank, neuer Herd
ne Solaranlage auf das Dach
und der Bildschirm wird jetzt flach
ne nackte Dame auf dem Tisch
ein Kasten Bier, es riecht nach Fisch:
geht die Finanzwelt unter
ich hol mir trotzdem einen runter
09. Oktober 2008 um 15:12
[...] ne nackte Dame auf dem Tisch ein Kasten Bier, es riecht nach Fisch: geht die Finanzwelt unter ich hol mir trotzdem einen runter Mein Dank gilt dem Kolumnistenschwein: Die Moritat vom erschlafften Sparstrumpf [...]
19. Oktober 2008 um 10:42
Dass ich das noch erleben darf. Jetzt weiß ich: Schiller, Goethe, Heine und Rilke sind nicht umsonst gestorben. (schluchz)
MfG
Hans